Gager mit Boddentraum auf Berlinale 2008 vertreten

Berlin/Gager (Ostsee-Zeitung/CMH /Mittwoch, 13. Februar 2008) Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin kann ja jeder Urlaubsort der Insel vertreten sein. Aber auf den Filmfestspielen namens Berlinale nur einer – Gager. Den hat Pola Schirin Beck aufs Zelluloid gebannt. Für ihren Film In deiner Haut, der morgen innerhalb der Reihe „Perspektive deutsches Kino“ erstmals gezeigt wird.

Der Film hat nicht nur Premiere, er ist auch eine für Pola Schirin Beck. Es ist der erste Spielfilm der Studentin an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Dort studiert die 25-Jährige mittlerweile im dritten Jahr und hat mit unzähligen Klicks ihre Filmkulisse gefunden. An der Ostsee sollte die sein, auf einer Insel, ein Ferienhaus möglichst alleinstehend. Alles dies hat sie schließlich in Gager gefunden – mit dem Haus „Boddentraum“, das in der ersten Reihe zum kürzlich ausgebauten Hafen des Ortes steht. Über den sagt sie übrigens, dass er „für mich der schönste auf Rügen ist“. Und die junge Regisseurin gerät geradezu ins Schwärmen, kommt auf die Zickerschen Alpen zu sprechen. Von denen sagt sie, dass die ihr „wie eine traumhafte Sieben-Zwerge-Hügellandschaft“ erschienen seien.

Diese Umgebung war es, in der Pola Schirin Beck die sensible Geschichte ihre 23-minütigen Kurzfilmes erzählen wollte. In deren Mittelpunkt steht die 16-jährige Suse, die sich auf den Urlaub mit ihrer Mutter freut, dort angekommen aber schließlich sich derem neuen Freund gegenüber sieht – auf Ablehnung schaltet. Ein Film über „die Irrungen und Wirrungen im Leben einer Pubertierenden, die ihren Standort sucht“, sagt die Regisseurin.

Die hat den Film zusammen mit ihrem Team im Juni des vergangenen Jahres in Gager gedreht. „Innerhalb von sieben Tagen hatten wir alles im Kasten“, erinnert sich Pola Schirin Beck. Auch den Campingplatz des Ortes: „Der hat auch für Gager gesprochen. Die Schauspieler haben im Ferienhaus geschlafen, wir auf dem Campingplatz.“ Ihr Film ist übrigens einer von lediglich zehn, die für die Reihe „Perspektive deutsches Kino“ ausgewählt wurden.


Quelle: Ostsee-Zeitung/CMH am 13. Februar 2008, Seite 13
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Ostsee-Zeitung GmbH & Co. KG